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zu Aspekt (10): Die Ringelungsursache – Deutungen zur Spechtringelung

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Zur Ursache des Spechtringelns wurden im Laufe der Zeit mehr als 20 Erklärungen (zuletzt noch 2005) aufgeboten, darunter z.T. skurrile bis absurde Deutungen; in der Monographie werden sie im Detail einzeln erörtert (A 14 und A 15). Hier führe ich sie nur namentlich mit einem Stichwort auf:

● Saftlecker-Theorie, ● Perkussions-Hypothese, ● Speisekammer-Theorie, ● Beuteanlockung (angelockt / angeklebt), ● Schnabelschärfung, ● Schnabelsäuberung, ● >Lust und Laune< = Spieltrieb / Bosheit / Langeweile, Übermut ● biozönotische Ursache, ● saubere Wirtschaft, ● Insektenversteck, ● Hervorscheuchen von Beuteorganismen, ● akustische Resonanz, ● territoriale Abgrenzung, ● Trinkwasser-Ersatz, ● Vorbereitung zur Nisthöhlenanlage, ● Erprobung der Schnabelkraft, ● Selbstmedikation und Drogenkonsum, ● „kreative“ bildhauerische Tätigkeit und Klangerlebnis, u.a.m.

Die meisten dieser Thesen konnten schon zu ihrer Zeit widerlegt werden. Die Deutung des Ringelns als Drogenkonsum oder als Selbstmedikamention leitete man von Beringelungen an der giftigen Eibe ab.

Die bereits unter Aspekt 8 genannte Tatsache, daß zwecks Fraß der (Gallmücken-) Larven aus Kambiophagen-Befall herrührenden größeren Befallsstellen vom Specht eröffnet und ausgebeutet werden, liefert keine Erklärung für die sog. Speiskammer-Theorie.

Die Saftgenuß- = Saftlecker-Theorie
samt Diskussion

Inhaltliche Überschneidungen mit
meiner Stellungsnahme zu H.WINKLER sind unvermeidlich

Die als erste aller Deutungsvorschläge schriftlich geäußerte Idee, wonach es den Spechten beim Ringeln um Baumsaft gehen könnte (KÖNIG 1849), hat sich nach >langen Auseinandersetzungen< (Buch S. 403-404) auch gegen anderweitige Erklärungen als sog. Saftgenuß-Hypothese = Saftlecker- oder Saftgenuß-Theorie (A 14.2) etabliert und wird seit etwa 125 Jahren bis in unsere Zeit fast widerspruchslos als gültige Deutung des Geschehens betrachtet. In der jüngeren Vergangenheit wurden kaum noch Einwände gegen diese Deutung präsentiert, etwa wie folgt: beim Ringeln sei die Ursache noch „ungeklärt“ (KÖNIG 1957), es handle sich um eine „umstrittene Funktion“ (BLUME 1966), die „bis heute nicht eindeutig beantwortet“ sei (KUCERA 1972), es gäbe noch keine „adequate explanation“ (GIBBS 1982).

Kern der Saft-Hypothese ist, daß an den von Spechten geschlagenen Ringelwunden Baumsaft verfügbar sei bzw. austrete, der für die Vögel eine wertvolle oder gar unverzichtbare Nahrung darstelle, zumal während der als >insektenarm< bezeichneten Zeit des Nachwinters (von März bis Mai), früher und z.T. bis heute fälschlich als Hauptringelzeit bezeichnet. Ausgedrückt in einfachen Worten: Der Specht schlägt Löcher in die Rinde; dadurch wird Ausfluß von Saft ausgelöst, der dem Specht als wertvolle Nahrung mit einem Anteil bis zu 20-30 % dient, ganz abgesehen davon, dass man sich ein Mal zu der völlig aus der Luft gegriffenen grotesken Größenordnung von 2/3 des Nahrungsbedarfs verstiegen hat. Um seinen Energiededarf zu decken, werde der Gr.Buntspecht im Frühjahr „zum Schluckspecht“ (Buch S.232). Außerdem wird dieser „Nahrungsnische“ eine Bedeutung für die Verbreitung und die Siedlungsdichte der Ringelspechte zugeschrieben (s.u.a. Buch S.233, 409).

Diese Deutung der Spechtringelung basiert auf dem auffälligen Saftausfluß aus Ringelwunden bei einigen wenigen Baumarten, den sog. >Blutergehölzen< in der Zeit vor dem Blattaustrieb, ohne daß man sich der grundsätzlich wichtigen Verschiedenheit zwischen Bluter- und den Nichtbluterbaumarten (an denen die allermeisten Beringelungen stattfinden) bewußt war, auch nicht der beiden Kategorien der Baumsäfte, nämlich Xylemsaft einerseits und Phloemsaft andererseits, deren Regime in den Bäumen sowie deren Beschaffenheit unterschiedlicher fast nicht sein könnte: programmatisch ersterer eine reichlich vorhandene Ressource, jedoch höchst nährstoffarm, letzterer sehr nahrhaft, aber von Natur aus kaum verfügbar.

Von grundsätzlicher Bedeutung ist zunächst die Unterscheidung zwischen den hierzulande wenigen sog. Bluterbaumarten (im Wesentlichen alle Ahorne, Birken und die Hainbuche) und der Masse aller übrigen, den sog. Nichtbluter-Gehölzen. Schon GIBBS (1983) hatte betont, daß man strikt und klar zwischen Beringelungen an Acer sspec. („sycamor and other maples“) und Nichtblutern wie Ulmen und Eichen unterscheiden müsse (Buch S.421). Nadelbäume sind allesamt Nichtbluter und geben auf Grund ihrer inneren Organisation nie Xylemsaft ab (es sei denn bei sog.pathologischem Saftfluß; hierzu Buch A 8.1.1; Buch-Foto 52-58).

Im Laufe der Zeit hat man die Saftgenuß-Theorie auf alle Baumarten ausgedehnt. Über den nur in geringem Maß stattfindenden Verzehr des nährstoffarmen Xylem- = Blutungssaftes (dem entgegen anderer Behauptung ein süßlicher Geschmack abgeht) war man sich bis in jüngste Zeit auch nicht im Klaren; baumartspezifischen Eigenheiten des Blutens schenkte man ebenfalls keine Aufmerksamkeit, so bspw. der diurnalen Dynamik und der Abhängigkeit von der Witterung, v.a. bei Acer specc.. Bei den letzteren setzt das Bluten eine geeignete Witterungskonstellation voraus, sog. >sugar-weather< (ein Begriff der nordamerikanischen und kanadischen Saftzapfer im Blick auf die Ernte des Ahorn-Sirups: nachts Frost und tagsüber warm). Des Weiteren wurde der unzulänglichen Beschaffenheit der Zunge unserer Spechte zu einer effektiven Nutzung dieses Blutungssaftes kaum Beachtung geschenkt; er steht ja nicht als eine Ansammlung zum Schöpfen (eine für das Trinken der Spechte übliche Form / Näh. bei A 7.2) an. Auch spricht das seltene Vorkommen von Beringelungen an den Bluterbaumarten gemessen an ihrer numerischen Verfügbarkeit gegen eine maßgebende Rolle des Xylemsaftes als Nahrung. Auch ist bezeichnend, dass sich die amerikanischen sap-sucker-Spechte zur Ausbeutung des Blutungssaftes mit ihrer dazu angepaßten Zunge hartnäckig stundenlang befassen (Näh. dazu bei A 14.2, Buch S. 416 / 417), während hierzulande kein länger anhaltendes Lecken mit Hilfe ihrer hierzu defizitären Zunge stattfindet, allenfalls über die Zeitdauer von Minuten. Schon daher bekommt man einen ringelnden und leckenden Specht während der Blutungsphase an einem entsprechenden Gehölz so gut wie nie zu Gesicht, sehr viel eher einen aus Ringelwunden blutenden Baum. Gemessen am meist reichlichen Angebot an den jeweiligen Blutungsstellen ist der Verzehr nachweislich höchst bescheiden. Möglicherweise steht das Trinken des äußerst geringwertigen Blutungssaftes mehr im Zusammenhang mit dem relativ hohen Flüssigkeitsbedarf der Spechte denn als Nahrung. Unter dem Gesichtspunktder Ringelungsursache ist noch die Tatsache wichtig, daß Blutergehölze auch dann geringelt werden, wenn bereits blutende Stellen am Baum vorhanden sind.

Was hat es mit dem nährstoffreichen Phloem- = Assimilatesaft; der sowohl sämtlichen Laubbäumen als auch den Nadelhölzern eigen ist, auf sich. Wie meiner Stellungsnahme zur Rezension des Buches von H.WINKLER (s.u. in Teil II) zu entnehmen ist, kann man ihm aus unumstößlichen baumphysiologischen Gründen mit technischen Mitteln nur schwer beikommen, ganz besonders an Koniferen. Er liegt in der extrem dünnen untersten Lage des (Jung-) Bastes = Phloems, der hauchdünnen sog. Safthaut, verborgen und tritt aus Wunden, wenn überhaupt, nur unter bestimmten Bedingungen aus diesem Zellverband (Siebröhren bzw. Siebzellen) hervor und dies, anders als der Blutungssaft, nur für eine höchst kurz begrenzte Zeit (bestenfalls für wenige Sekunden) in einer nur minimalen Menge von 1 bis wenigen Tropfen. Gelegentlich (v.a. im Herbst) kommt dieser Saft an Wunden spontan zum Vorschein, meist aber zögerlich, optisch aber immer gut wahrnehmbar und am süßen Geschmack leicht nachprüfbar. Eine bedeutende Rolle spielt auch die Art und Beschaffenheit der Wunde. So sind Schnittwunden, die aber schräg bis quer zur Faser (also nach Art der Horizontalhiebe der Spechte) liegen müssen (Buch S. 220 / 221), gemäß der eigenen wie fremder Beobachtungen fast immer >ergiebiger< als Kerben oder Bohrlöcher, die oft trocken bleiben, wenn Stichwunden Exsudat hergeben.

Im Übrigen nehmen dynamische physiologische Faktoren, bspw. die Hydratur des Gewebes und der augenblickliche Turgor der verletzten Zellen, alles im Allem über den Tagesverlauf hinweg wechselhafte Gegebenheiten, Einfluß auf das Austreten von Phloemsaft an den Wundstellen; sowohl die Menge als auch der Nährstoffgehalt ist tageszeitlichen Schwankungen, einem unberechenbaren Spiel der Natur unterworfen (Näh. im Buch S. 222-225). Das Resultat kann auf eine kurze oder gar kürzeste Distanz der Wundstellen von wenigen Zentimetern verschieden, ja konträr sein. An Schnittwunden tritt der Saft fallweise, d.h. wenn überhaupt, dann etwa in der besagten geringen Menge in Erscheinung, wie dies auch schon GIBBS (1983) an Ulme und Eiche registriert hat („there is no evidence that any significant exudation occurs“) und was auch ich auch bei meinen vielen Stichversuchen an Laubbäumen immer wieder bestätigt fand, im Großen und Ganzen leicht zunehmend von Frühjahr bis in den Herbst mit den höchsten Werten (Näh. Buch S. 222). Im Unterschied dazu konnte ich an meinen Stichwunden an Fichten und jungen Kiefern nie Austritt von Phloemsaft registrieren, genauso wie der Pflanzenphysiologe HUBER (1956; Buch S. 430), der bei seinen hierauf gezielt angesetzten Versuchen an Kiefern, ferner an Eiben, an denen er zuvor einmal eindeutig etwas Ausfluß von Phloemsaft gesehen hatte, dies auch nicht realisieren bzw. reproduzieren konnte. Doch wollte er Phloemsaft an Koniferen nicht kategorisch ausschließen; „die Akten seien darüber noch nicht geschlossen“. Um einen solchen Fall dürfte es sich vor fast 150 Jahren gehandelt haben, als der akribische Fr.BODEN (1876) gerade an Kiefern das Hervortreten von 1–3 Tropfen Pfloemsaft aus Schnittwunden an solchen Exemplaren registriert hatte, welche Gegenstand einer Beringelung durch den Buntspecht waren oder wurden (? ein 6.Sinn?). Anders die Angabe, wonach man einmal einen Dreizehenspecht dabei gesehen haben will, wie er seine Jungen mit dem Phloemsaft einer nahestehenden geringelten Fichte fütterte, dies unter Wahrnehmung des Saftübertritts; sie steht nicht nur mit der Art der Fütterung bei Spechten (Versenkung des Schnabels in den Schlund des Jungvogels) im Widerspruch, sondern auch nicht im Einklang mit den physiologischen Gegebenheiten an Koniferen („Nadelhölzer … lassen .. keine merkliche (Phloem-) Saftmengen austreten“ (Buch S. 431).

Doch mit Blick auf die Saftgenuß-Theorie muß das Interesse den natürlichen, d.h. vom Specht hergestellten Ringelwunden gelten. Was weiß man von Phloemsaft-Austritt an diesen Stellen? Mir persönlich kam derlei nie zu Gesicht, was nicht verwunderlich ist, weil die Gelegenheit zur Prüfung frischer Ringelungen kaum einmal existiert, und sei es der Position der Ringelstelle am Baum wegen. In einem Bericht über 11 Jahre lange Beobachtungen von Spechtbesuchen an Amerikanischen Linden in Polnisch-Schlesein heißt es lapidar: „Ein Saftaustritt ist vom Förster nicht beobachtet“ (Buch S. 429). BRUCKLACHER (1994), der ein Buntspechtweibchen 3 Stunden lang bei der Beringelung einer Linde aus nächster Nähe mit einem Fernglas beobachtet hat, konnte keine Spur von Saftaustritt feststellen (Buch S. 429, 418; vielleicht lag es aber daran, daß sich dieser erst später zeigte). In dem mit den Fotos 106e bis 106i belegten Fall an einer älteren Linde lagen Mitte Mai 2010 sowie erneut 5 Jahre später ziemlich frische Ringelwunden vor, an denen ich nicht die leisete Spur von Phloemsaft bzw. Rückständen feststellen konnte. Dagegen fand ich andernorts ein Mal in einigen Ringelwunden an einer älteren Linde lackartigen Rest von Phloemsaft. Wie bereits erwähnt, registrierte GIBBS (1983) nicht allein bei Ulmen und an Eichen an frischen Ringelwunden jeweils kleinste Mengen in der Größenordnung von wenigen Tropfen; sondern auch an einer Krimlinde (Buch S. 423). Wichtig sind in diesem Zusammenhang 2 ältere Befunde: an einer im März geringelten Linde füllten sich die „Trichterchen bald mit einem süßen schleimigen Saft“ (BAER 1908; Buch Seite 429). Des Weiteren bezeugt HILDEBRANDT (1919) folgendem Fall von Phloemsaft in Ringelwunden, ebenfalls an einer Linde; ein Buntspecht untersuchte die mit honigglänzenden Phloemsaft gefüllten Ringelwunden vom April, ohne diesen zu trinken: „Auf den Saft also hatte es der Specht offenbar nicht abgesehen, sonst würde er davon genossen haben“ (Buch S. 423, 430).

Die Menge des möglicherweise in Erscheinung tretenden mitunter sirupartigen Assimilatesaftes ist i.d.R. „kaum mehr, als daß sich die Hiebswunden an älteren dickrindigen Linden …. damit partiell füllen könnten“ (Buch S. 429). Aus Rußland gibt es eine Angabe über süßen Saft im Juli in einer Ringelwunde an einer Fichte (Buch S.421). Daß in der Literatur wiederholt von ausfließendem und auch nachgeflossenem Saft bei Nadelbäumen (also Phloemsaft) die Rede ist, allerdings ohne eine glaubhafte Dokumentation, sei beiläufig erwähnt; es sind spekulative Annahmen, die der Saftlecker-Hypothes geschuldet sind. Phloemsaft an einer Fichte registrierte ich nur ein einziges Mal an einer größeren Hiebswunde (also keiner Ringelung; s. Foto 200b); dagegen an oder in den Ringelwunden am gleichen Objekt sowie an weiteren der nahestehenden geringelten Fichten keine Spur davon, auch nicht an einer Jahre später im Mai 2005 frisch geringelten Fichte (Foto 201). Es läßt sich noch die von H.WINKLER in seiner Rezension an einem „Ringeltrichter“, was immer das gewesen sein mag, erwähnte kleine Phloemsaft-Ansammlung an einer Thuja nennen. Man sieht, im Einklang mit der baumphysiologischen Organisation der Phloemsaft-Regie (Näheres dazu in meiner Stellungsnahme zu H.WINKLER) mangelt es an Daten über die Verfügbarkeit von Phloemsaft in Ringelwunden, ohne die eine Abschätzung des Säftekonsums grundsätzlich nicht möglich erscheint. Ohnehin würden sich dabei allenfalls Anhaltspunkte für einzelne ringelnde Spechte ergeben, d.h. nicht für das Kollektiv der Ringelspechte. Lt. GLUTZ von BLOTZHEIM (1980) entziehen sich Baumsäfte „als pflanzliche Nahrungsquelle … so gut wie vollständig der Erfassung“ und mit Magenuntersuchungen läßt sich Saft quantitativ nicht erfassen (OSMOLOVSKAJA 1946), was gleichermaßen für die als „unmäßige Säufer< bezeichneten amerikanischen Saftleckerspechte gilt (Buch S. 410). Wie ich aber gleich aufzeigen werde, führt ein Denkansatz, welcher sich am Vorgehen jener Spechte orientiert, zu dem Schluß, daß sich auch ohne die  Kenntnis dieser Parameter eine effiziente Phloemsaft-Nutzung durch unsere Spechte grundsätzlich ausschließen läßt.

Auf Grund der geschilderten Situation, zumal angesichts des Mangels an überzeugenden Belegen zum Saftverzehr beschränkte ich mich früher auf meine im Buch vertretene Ansicht, daß, kurz gefaßt, >die Spechte zwar nach Baumsaft ringeln, ungeachtet dessen, ob nutzbarer Saftfluß ausgelöst wird oder nicht< (Buch S 436 / 438): „Der Specht ringelt nach Saft ohne Rücksicht darauf, ob er ihn bekommt“ bzw. inwieweit er davon Gebrauch machen kann (Buch S 498). Läßt man den Blutungssaft in Anbetracht seiner nahezu fehlenden Nahrungsqualität beiseite, lag meine Auffassung nahe, daß der ökonomische Nutzen der Ringelungen insgesamt für die Spechte nur äußerst gering sein kann, was im Widerspruch zu der bisher üblichen Vorstellung und der Interpretation mit ihrem Nährwert-Mythos steht! Dabei betraf mein schon im Buch konstatierter Zweifel an der Gültigkeit der Saftgenuß-Theorie einzig und allein den Nutzen des Ringelns für die Spechte im Allgemeinen, also die Ökonomie dieser Tätigkeit. Denn es besteht nicht der leiseste Zweifel daran, daß es den Spechten beim Ringeln um die Baumsäfte geht!

Angesichts der nicht ganz einfachen Konstellation habe ich schon früher (Buch S. 431) betont, daß >dieses Feld gespickt sei mit Problemen und Widersprüchen zwischen den physiologisch bedingten Tatsachen und Gesetzmäßigkeiten einerseits und den Verlautbarungen im ornithologischen Schrifttum andererseits<. Ein beredtes Beispiel hierfür ist für mich der mir erst jüngst bekannt gewordene Bericht aus Finnland zur Phloemsaft-Nutzung an brandgeschädigten Kiefern durch den Dreizehenspecht (s. Anhang = Teil VII, gewissermaßen eine neue Fundstelle). Dort ist vom Trinken des Phloemsaftes aus den Ringellöchern, deren Größe  – dieser Situation sollte man sich bewußt sein —  mit nur wenigen mm Weite und wohl kaum viel mehr als ½ (1) cm Tiefe (eingedenk des >Abschuppens<) zu veranschlagen wäre, die Rede, jedoch nirgends von nachweislichem Vorkommen des Saftes in oder an den Ringelstellen. Eine Antwort auf meine dezidierte Nachfrage nach einer Überprüfung zu diesem Sachverhalt liegt noch nicht vor. In diesen Zusammenhang gehört als ein älterer Einwand aus Finnland gegen die Saftlecker-Theorie, „daß nicht hätte ergründet werden können, was die Spechte aus den Löchern bekommen“ (PYNNÖNEN 1943; Buch S.413 / Fußnote 6, S.422).

Bis in jüngste Zeit hat die Saftgenuß-Hypothese mitunter wie eine Fessel gewirkt, seltsame Fantasien geweckt und u.a. die eine oder andere aussichtslose Erhebung ausgelöst, insofern man sich im doktrinären Glauben an diese Deutung spekulativ von der Vorstellung >blutender Nichtbluter< (bspw. Eichen, ja sogar Nadelhölzern) und aus Spechtringeln sich ergießendem bzw. nachfließendem Phloemsaft leiten ließ, davon triefende Wunden unterstellte, was alles es aus physiologischen Gründen (die in der Stellungsnahme zu WINKLER näher beschrieben sind) grundsätzlich nicht geben kann. Es ist, wie es bei A.FORSYTH einmal heißt: „Die Theorie bestimmt, was wir sehen“ bzw. was wir nicht sehen!

Doch auch ohne eine quantitative Erfassung und energetische Bewertung der von unseren Ringelspechten möglicherweise verzehrten Menge an Saft liegt die geringe oder fehlende Bedeutung der Baumsäfte, speziell des Pjhloemsaftes für ihrer Ernährung bei folgender Überlegung auf der Hand. Legt man die den Bäumen innewohnende Organisation zwecks Sicherung ihres für sie selbst wichtigen Assimilatesaftes zugrunde, also die unverrückbaren Gesetzmäßigkeiten und dazu mobilisierten Mechanismen  (cum grano salis, d.h. ungeachtet geringer naturgemäßer Toleranzen; Näh. dazu in meiner Stellungsnahme zu H.WINKLER „Die Saftgenuß-Theorie,stimmt sie, stimmt sie nicht?“), dann ist eine effiziente Phloemsaft-Nutzung nur dann möglich, wenn beim Ringeln jene Barrieren und Reaktionen im Ringelbaum durch ein entsprechendes Vorgehen außer Kraft gesetzt werden, gewissermaßen dieses Regime hintergangen, anders ausgedrückt >ausgetrickst< wird, so wie dies die amerikanischen Sapsucker bei ihrer evolutionär erworbenen Form der Bearbeitung bewerkstelligen (Näh.im Buch S.425-427), übrigens ohne Rücksicht auf die Gesundheit des jeweiligen Ringelbaumes; dieser wird nämlich dabei in einem vom gewöhnlichen Ringeln höchst verschiedenen Grad geschädigt; nicht selten ruinieren diese Vögel ihre Ringelobjekte im Laufe der Zeit nachhaltig (Näheres auf der dem Buch beigegebenen CD-ROM im Anhang I: Amerik Saftleckerspechte unter dem Suchbegriff >Absterben<). Da unsere Spechte mit ihrer Form der Beringelung (noch) keine solche Machenschaften und Mechanismen zwecks Freisetzung des unter Verschluß stehenden Phloemsaftes aufbieten, ist der Schluß erlaubt, daß sie zu dessen Erschließung, also zu einer gezielten Nutzung im Sinne der Saftgenuß-Theorie als essentielle Nahrungsbeschaffung (noch) nicht befähigt sind, was in den Zusammenhang mit der Deutung der Spechtringelung als Atavismus gehört! Mit diesem Ansatz ist zugleich die Saftgenuß-Theorie als Deutung der Spechtringelung widerlegt!

Schon im Buch (S.427) habe ich konstatiert: „Eindrucksvoller als mit dem Vorgehen der Saftleckerspechte könnte gar nicht bewiesen werden, daß unsere Spechte den Phloemsaft nicht ausbeuten“ (können). Es gibt keinen einzigen Anhaltspunkt dafür, daß sie bei ihrer Art und Weise des Ringelns an Laub- und Nadelbäumen zu einem den Saftleckern analogen Vorgehen in der Lage sind.

Fazit zur Saftgenuß-Theorie
Bis heute gilt so gut wie vorbehalts- wie widerspruchslos die sog. Saftgenuß-Theorie, wonach die Spechte ringeln, um Baumsäfte als wichtige Nahrung zu nutzen. Zwar besteht keinerlei Zweifel daran, daß es den Spechten beim Ringeln um die Baumsäfte geht. Jedoch erlauben die vorliegenden Befunde zu dieser angeblichen Ressource keine Vorstellung von der Rolle und dem Umfang des Säftekonsums. Der Frage nach der „energetischen Bedeutung“, die GLUTZ v. BLOTZHEIM (1980) vor Jahrzehnten als „untersuchungsbedürftig“ bezeichnet hatte, wurde bis heute nie nachgegangen. Für eine ernährungsbiologisch geringe oder gar fehlende Rolle der Spechtringelung spricht auch der Tatbestand, daß Ringelbäume gemessen am Baumpotential rar sind, geradezu exobitant selten im Blick auf die Nadelbäume. So ist der Schluß erlaubt, daß die bisherige Deutung der Spechtringelung ein Mythos ist.

Zusammenfassend lässt sich konstatieren: Zwar wird an Bluterbaumarten von dem leicht und reichlich verfügbaren nährstoffarmen Xylemsaft nachweislich manchmal eine gewisse Menge konsumiert; auch das Trinken einer kleinen Menge des nahrhaften Phloemsaft läßt sich nicht ausschließen. Im besten Fall könnte es sich um unbedeutende Mengen des Assimilatesaftes handeln. Noch ist nicht einmal bekannt, ob die Spechte den gelegentlich ganz kurz in 1 bis wenigen Tropfen an Ringelstellen verfügbaren Phloemsaft überhaupt verzehren. Eine effiziente Nutzung des nährstoffreichen Phloemsaftes ist unseren Spechten infolge der inneren Organisation der Bäume zur Sicherung dieses für sie wertvollen Saftes (Näh. in meiner Stellungsnahme zur Rezension von H.WINKLER „Die Saftgenuß-Theorie, stimmt sie oder stimmt sie nicht?“) verwehrt, weil sie keine Vorgehensweise wie die amerikanischen Saftleckerspechte besitzen, mit der das Saft-Regime der Bäume unterlaufen wird.

Unter diesen Gesichtspunkten hatte ich einst im Buch 2012 das Ringeln unserer Spechte als nahezu nutzlos bezeichnet (A 16+A 17). Da aber von einem gewissen Verzehr von dem geringwertigen Xylemsaft ausgegangen werden kann und sich auch das Trinken einer kleinen Menge des nahrhaften Phloemsaft nicht ausschließen läßt, muß ich von dieser bisher kategorisch von mir vertretenen Wertung leicht abrücken. Es läßt sich nur festhalten, daß die Saftgenuß-Theorie nicht zutrifft, soweit man den Baumsäften eine wichtige ernährungsbiologische Rolle beimißt.

Unter der kritischen Beleuchtung aller Gesichtspunkte: ● der baumphysiologischen Gegebenheiten, ● der Art der Ringelwunden, ● vom Saftfluß, ● der Saftqualität ● derHäufigkeit von Ringelungen gemessen am Potental von Ringelbäumen, ● ferner im Vergleich mit der effizienten Saftnutzung der hierzu angepassten nordamerikanischen Saftlecker-Spechte, ist  kein anderen Schluss erlaubt, als dass die Deutung der Spechtringelung unserer Spechte als Saftgenuß-Theorie mit ihrer Nahrungsdoktrin, d.h. hinsichtlich der dem Saft bisher beigemessenen Bedeutung als fundamentale und unverzichtbare Nahrung, nicht zutrifft.

Unter dem Aspekt der Specht-Ernährung bedeutet dies eine Widerlegung der Saftgenuß-Theorie im bisherigen Sinn, dies in Übereinstimmung mit der bereits im Buch getroffenen Bewertung. (A 14.2).

Revision meiner früheren Beurteilung der Saftgenuß-Theorie im Buch:

Zur Deutung der Spechtringelung habe ich im Buch abschließend behauptet (A 17), daß das Ringeln den Spechten so gut wie keinerlei Nutzen verschaffe, vielmehr diese Tätigkeit weitgehend bis völlig >unvernünftig<, >zweck- und nutzlos („sinnleer“)<, zumindest „nicht …. lebensnotwendig“ (O:WINKLER 1931; Buch S.499) sei. Dem wurde von Seiten der Ornithologen im Rahmen ihrer Rezensionen widersprochen (J.WEISS, H.WINKLER), bzw. konnte sich GLUTZ von BLOTZHEIM „nicht damit anfreunden“ (briefliche Mitteilung). Auf Grund grundsätzlicher Überlegungen und einer neuerlichen Bewertung einiger Beobachtungen muß ich von diesem wohl allzu kategorischen Verdikt der Widerlegung der Saftgenuß-Theorie im bisherigen Verständnis etwas abrücken (s. auch Teil II: Stellungsnahme zu H.WINKLER).

Möglicherweise läuft die Deutung der Spechtringelung auf die von J.WEISS in seiner Rezension konstatierte Auffassung hinaus, daß dem Ringeln keine >handfesten< größeren Mengen von Saftverzehr zugrunde liegen müssen, sondern es sich dabei auch um kleine bis kleinste Mengen der Baumsäfte (speziell des Phloemsaftes) handeln könnte, was vor ihm schon GIBBS (1983) in Betracht gezogen hatte. Damit wäre die Saftgenuß-Hypothese zumindest von der Nahrungsdoktrin, d.h. der Lebensnotwendigkeit des Baumsäfte-Konsums befreit („grundlegender Irrtum … ein Mythos“, s. Buch S.499), wie dies schon früher erkannt wurde: beim Ringeln handle es sich „nicht um eine lebensnotwendige Tätigkeit“ der (WINKLER 1931), ohne daß damit die Deutung der Spechtringelung aus Gründen des Saftkonsums in Frage gestellt wäre. Man sieht, daß man sich ohne gesicherte Befunde schnell mit der Wahrheit von GOEHTEs Wort konfrontiert:sieht: „Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen der Knopflochleiste nicht zu Rande.“

Die rätselhafte Objektwahl
Die 5 Sinne und ein 6.Sinn?

Mit Blick auf die von Spechten bearbeiteten Bäume erfolgt das Ringeln nicht wahllos, sonst gäbe es keine Gehölze, die kaum oder überhaupt nie geringelt werden, ferner keine Präferenzen für bestimmte Baumarten. Daher stellt sich zwangsläufig die Frage, wodurch und von welchen ihrer 5 Sinne die ringelnden Vögel bei der Wahl eines Objektes geleitet werden bzw. wurden. In diesem Zusammenhang verdienen zunächst die folgenden 2 Beobachtungen der Beachtung. Zum einen nahm ein Gr.Buntspecht das Ringeln erst auf, nachdem er eine Weile am Stamm einer Buche bzw. einer Birke herumgeklettert war. Dagegen begann ein vom Boden den Stamm einer Robinie anfliegender Grünspecht und ein vom Boden auf den Seitenast einer Birke fliegender Gr.Buntspecht am Landeplatz sofort mit dem Ringeln (hierbei mit den Ergebnissen Buch-Fotos 66 bzw. 26), so als hätte eine Fernerkundung vorgelegen.

Damit zu den 5 Standard-Sinnen eines Spechtes. Der bei fast allen Vogelarten nicht vorhandene Geruchssinn läßt sich gewiß ausschließen, wohl auch der Tastsinn; denn wie und wodurch sollte dieser wirksam werden. Schwieriger ist die Beurteilung des im Schnabel und zumindest auf der Zunge angesiedelten Geschmackssinnes. Zu denken gibt hierzu folgende Meinung des äußerst akribischen Fr.BODEN (1870, 1879a) vor fast 150 Jahren: im Rückschluss zu Feststellungen bei Kiefern an mit einem kleinen Messer angebrachten Wunden will er einen engen unmittelbaren Zusammenhang zwischen dem Beringeln und der Wahrnehmung von etwas Saft (in diesem Fall einzig und allein Phloemsaft; Xylemsaft gibt es an Koniferen nicht!) beobachtet haben; demnach wäre die Prädisposition zu einer Beringelung an die substantielle Präsenz von etwas Phloemsaft in Hiebswunden geknüpft, für die es jedoch keinerlei äußerlichen Anhaltspunkte gibt! Auch zum Ringeln an Eichen konstatierte er, dass „der Specht nur dann ringelt, wenn er vom Eintritt des Saftflusses überzeugt ist“; dies war jedoch eher spekulativ als exemplarisch nachgewiesen. So gesehen müsste es auf einer optischen oder auf einer sensorischen Orientierung wie der Schnabel- / Zungenspitze eines mit Hilfe von Probierhieben ermittelten Zustandes beruhen, für die es keine schlüssigen Beweise gibt (A 1.3.3); mehr Informatives gibt die Literatur hierzu nicht her.

Nun zur Beteiligung des Gesichtssinnes bei der Objektwahl. Beim Ringelungsvorgang selbst steht dessen Bedeutung außer Frage (s.o. unter Ziffer 5). Auch fliegt der Vogel nicht blindlings einen x-beliebigen Baum an, sonst würden auch die Baumarten ohne Nachweis (Platanen, Baumhasel, Eschen und weitere) besucht, was nicht bekannt ist; es gibt wenigstens keine entsprechenden Beobachtungen. Ferner hat mein in Teil III beschriebenes Verpackungsexperiment zumindest ergeben, dass der optische Eindruck der Baumoberfläche im Spiel ist! Aber ansonsten gibt es keine Befunde, wonach das Aussehen und die optische Beschaffenheit der Rinde, die Wuchsform eines Baumes und letztlich auch die Dimension (ganz junge Bäumchen außer Acht lassend; der Durchmesser allein kann hierfür nicht entscheidend sein, wie die Nachweise geringelter Kronenäste alter Eichen belegen / s. Buch Foto.145N/1-8), also daß diese äußerlichen Eigenschaften für das Zustandekommen von Ringelungen einerseits und andererseits für deren Fehlen an Baumarten ohne Nachweis verantwortlich sein könnten. Spechte sind keine Botaniker (wie schon bei MARSHALL / 1889 konstatierte) und taxieren einen Ringelbaum wohl nicht allein unter morphologischen Parametern; die Auswahl ihres Ringelbaumes erfolgt zumindest nicht nach taxonomischen Kriterien.

Bleibt noch der Gehörsinn. Mit Blick auf die Tatsache, dass die Bluterbaumarten in Koinzidenz mit der Phase der Saftmobilisierung aufgesucht und dann zunächst basisnah und schwerpunktmäßig auf der frühesten erwärmten Baum beringelt werden, wollte J.BRUCKLACHER in einem persönlichen Gespräch den Gehörssinn nicht ausgeschlossen wissen; er dachte dabei an möglicherweise mit Hilfe eines Stethoskops nachweisbare Geräusche des Saftstroms. Aber der Vogel müßte ja schon vor der Wahrnehmung eines solchen Geräusches am Baum sein. Und treten nicht alle Baumarten nach der Ruheperiode in eine Phase der Saftmobilisierung, auch solche, für die jeglicher Nachweis als Ringelbaumart fehlt! Wie läßt sich erklären, dass eine Beringelung bei der Bluterbaumart Walnuss im Vergleich zu den ebenfalls zerstreutporigen Ahornen oder der Hainbuche, allesamt Bluter, kaum einmal vorkommt, was allerdings nicht ausschließt, daß auch sie sich in inneren physiologischen Prozessen unterscheiden.

Die 5 Sinne liefern somit keine stichhaltige Erklärung für die Auswahl der Bluter während ihrer Blutungsphase, in der allein ihre Beringelung stattfindet und sie gezielt angeflogen werden, desgleichen auch nicht zur differenzierten Selektion unter den Nichtbluter-Baumarten. Wie also läßt sich erklären, daß die Bluterbaumarten nur in Koinzidenz mit ihrer Blutungsphase aufgesucht werden. In Ermanglung plausibler sinnlicher Ursachen für die Objektwahl nahm ich schon bisher unter Geltendmachung weiterer Gesichtspunkte >Zuflucht< bei einem 6.Sinn, für was auch immer (A 11.6; s. u.); es kommen bei Vögeln ja durchaus Sinnesleistungen vor, die über die 5 Standard-Sinne hinausgehen, bspw. zur Orientierung beim Vogelzug und beim Heimfindungsvermögen (speziell bei den Brieftauben); man geht von einer Orientierung am Erdmagnetfeld aus. Seiner Natur nach würde ein solcher 6.Sinn nicht etwa auf einer besonders hoch entwickelten Ausprägung von einem der genannten 5 Sinne beruhen. Die von mir für einen 6.Sinn geltend gemachten weiteren Anhaltspunkte finden sich in meiner speziellen Abhandlung in der Stellungsnahme zu H.WINKLER.

In Anlehnung an die Vorgehensweise der amerikanischen Spechte zur Saftnutzung gibt es verschiedenene Anhaltspunkte dafür, daß sich das Ringeln aus der Entwicklungsgeschichte der hiesigen Spechte erklären läßt, nicht mehr und nicht weniger. Dieser Frage gehe ich unter dem Gesichtspunkt Atavismus in meiner Stellungsnahme zur Rezension von H.WINKLER nach.

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